Andacht

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Alles was ihr tut geschehe in Liebe!“ Diese Jahreslosung hat es mir angetan. Nicht nur als Hochzeitsspruch ist sie wunderbar, wo man sich für ein Leben miteinander entscheidet, welches von gegenseitiger Liebe getragen ist. Es ist ein Spruch, der für jeden Menschen gilt. Liebe finde ich ja sowieso toll. Ich wünsche sie mir für mich und andere, denn sie macht das Leben so viel schöner. Nun wird in der Forderung des Paulus aber die Dimension, welche Rolle diese Liebe spielen soll, auf eine Weise vergrößert, dass ich mich frage, wie soll das gehen? „Alles“, dieses Wort macht es schwierig, so wie „jeder“ und „immer“. Ich möchte das so gerne, Liebe geben und Liebe empfangen. Wunderbar, wenn es klappt. Ich möchte es mir auch vornehmen, nicht nur in diesem Jahr, alles liebevoll zu tun, statt lieblos zu handeln. Was bedeutet das aber konkret, etwas in Liebe zu tun? Kann ich in Liebe essen, kann ich mich in Liebe waschen? Ich glaube es geht eher um die Tätigkeiten, die wir auch bewusst mit einer Entscheidung tun, die andere Menschen betrifft. Wo ich auch eine Wahl zu treffen habe. Diese Entscheidung soll dann auf der Grundlage der Liebe getroffen werden und sich dann in meiner Handlung widerspiegeln. Es ist die Liebe zum Nächsten, es ist die Liebe zu Gott und es ist die Liebe Gottes, in der ich mich leiten und stärken lasse, aus ihr heraus mich mit der Welt um mich herum zu befassen. Die tätige Nächstenliebe begegnet uns z.B. im diakonischen Handeln der Kirche im Einsatz für das Leben, die sich dem Einzelnen zuwendet, der Hilfe benötigt. In diesem Jahr ist ‚Superwahljahr‘, viele Menschen haben Angst oder sehen vor allem Konflikte um sich herum. Kann man auch in Liebe wählen? Ich denke, man kann Liebe wählen. Für sich und für andere. Meine Grundeinstellung bleibt, wir sind von Gott dazu geschaffen, berufen und befähigt zu lieben. Ich möchte es, wo ich kann, auch tun und bitte Gott um die rechte Einstellung, Motivation und Kraft, es im Alltag zu verwirklichen. Dazu helfe uns Gott im Heiligen Geist. Ich wünsche ihnen von Herzen Gottes Segen, jede Menge Liebe und ein gutes Gelingen beim Versuch die Jahreslosung zu beherzigen.

Mit herzlichen Grüßen, Andreas Albrecht,

Pfarrer der Brüdergemeine Neudietendorf

 

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