Start

 

Unsere Jahreslosung für 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24 (L=E)

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Liebe hört niemals auf… (1. Kor. 13)

Und wieder ein neuer Gemeindebrief. Aller paar Monate ja, aber jetzt in einer anderen, noch ungewohnten Form. Soviel Neues kann einen ganz schön herausfordern. Soviel Veränderung stärkt den Ruf nach Bewahrung. Es erstaunt mich immer wieder, wie wir doch zurzeit überall mit fundamentalen Veränderungen zu ringen haben.

Zurzeit? War das nicht schon zu jeder Zeit so?

Gab es „früher“ nicht aller ein paar Jahrzehnte einen großen Krieg, der Leid und Verder- ben über die Menschen brachte, gab es nicht immer wieder Seuchen, Hungersnöte und ausfallende Ernten? Solche Erfahrungen sind in der Tat fundamental für die Menschheit. Und unsere Erfahrung mit dem letzten großen Europäischen Krieg scheint gerade zu verblassen. Die Menschen, die diese Zeit, ihre Vorläufer sowie ihre Folgen erlebt haben, sind fast alle bereits gestorben.

Sind wir klüger geworden? Helfen uns Smartphone, Tablet und Co., ... Cortana, Alexa und Siri, die wesentlichen Fragen unseres Menschseins besser zu beantworten? Wahr- scheinlich nicht. Sie bringen uns neue Herausforderungen, noch größere Veränderungen denke ich manchmal. Und viele Menschen werden abgehängt und dabeieinsam.

Wir als Christen sind als Gemeinschaft wichtiger denn je. Denn wir wissen, dass Glück im Wesentlichen vom Glauben an die Liebe abhängt. Denn nur, wer dem Neuen die Chance gibt, einen zu überraschen, kann überhaupt ein Glücksgefühl empfinden. Wer das Neue aus Angst ablehnt, lehnt damit das Glück ab. Das wissen Christen und das ist ihre fundamentale und großartige Botschaft an die Welt!

Dazu sind wir da. Das zu leben! An uns selbst zu üben. Nicht zu vergessen. Also Zeige- finger und Habichdochschonimmergewusststandartmine aufgehellt: nicht als Besserwis- ser und Moralapostel werden wir heute gebraucht, als hoffende, aufmerksame und lie- bende Menschen, die sich Zeit nehmen, geduldig und selbstachtsam. Nichts ist so wichtig wie echte Begegnung, liebevolle Annahme und ehrliches Interesse am anderen Menschen. Das kannst du jeden Tag üben. Und wo es nicht so gut gelingt, weißt du, Gott liebt und braucht dich und ehrt dein Bemühen.

Wir haben also jetzt einen neuen Gemeindebrief. Er soll jetzt ein Brief für unsere ganze Region sein. Wie muss er dann aussehen, wie schaffen wir es, dass Zeit, Geduld und echte Begegnung dort spürbar werden? Daran werden wir arbeiten, denn er soll ja für uns sein, der neue Brief, und so aussehen, dass er unser Anliegen in die Welt trägt. Glaube an die Güte und Kraft eines liebendenGottes!

Nicht fromm tun, lasst uns, sondern ehrlich miteinander danach suchen, was trägt in die- ser Zeit. Lasst uns das Gute gestalten. Lasst uns Täter der Liebe werden,

denn

die Liebe hört niemals auf…So sei es. Amen.

Es grüßt Sie Ihr Pfarrer Matthias Müller, Mühlberg

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Hinweis zur Corona Krise:

Leider ist es so, dass zurzeit keine unsere kirchlichen Angebote stattfinden können. Und niemand weiß, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Im Augenblick nutzen mehr Menschen die Möglichkeiten, den Sonntagsgottesdienst im Fernsehen oder Radio mit zu feiern.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, für den jeweiligen Feiertag

per Email eine kleine „Mitmach-Hausandacht“ zu erhalten, die dann zu Hause gelesen und mit der Familie, dem Ehepartner oder auch allein „durchbetet“ werden kann.

Gerade auch für die bevorstehende Karwoche und Osterzeit habe ich das Bedürfnis, mit Ihnen auch auf diesem Wege verbunden zu sein.

Bitte melden Sie sich im Pfarramt, wenn Sie dieses „Sonntagsangebot“ nutzen möchten. Schreiben Sie mir dazu eine Email, dann kann ich auch gleich antworten.

Bleiben Sie alle behütet und gesund in diesen Tagen,

das wünscht von Herzen, Ihre Pastorin Anette Denner