Osterandacht

Vor der „Hausandacht mit und ohne Familien“ zu Ostern 2020

Das kann Ostersonntag oder Ostermontag sein, es gibt zwei Feiertage!!

Oder auch noch in der kommenden Woche? Ostern endet nicht mit unseren Feiertagen!

Wir leben in der Osterzeit!

                                     

Einige kennen dieses Blatt schon J das geht immer mit!

Vorwort

Eine Hausandacht – das wäre wohl ganz im Sinne von Martin Luther. J Nun zwingt uns dieser Corona Virus dazu, dass wir andere Möglichkeiten nutzen, um als Christen gerade in diesen Zeiten Gottesdienst zu feiern. Also, ihr seid eingeladen, euch zu Hause in der Familie, als Ehepaar oder auch allein diese „Hausandacht “ einzurichten.

VorbereitungJ

Habt ihr eine Kerze bereit und Streichhölzer?

Heute ist die Kerze ganz wichtig. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, die Kerze als Osterkerze noch besonders zu verzieren? (am Babybel-Käse gibt es ja so eine verwendbare rote Wachshülle, die geht gut J )

Und wie sieht es mit einem Glockengeläut aus?

Manche haben eine kleine Glocke zu Hause, vielleicht lässt sich auch eine aus einem Blumentopf basteln? Vielleicht hat jemand sogar eine Klangschale?

Also, ein schönes Glas, leicht angeschlagen, würde zur Not auch gehen J

Heute dürfen es wieder Blumen sein!!! Zeichen für das Leben, das aus der Erde kriecht und wir dürfen es Jahr für Jahr beobachten. Darum gehören sie Blumen heute sehr wohl wieder auf den Altar. Oder ein blühender Kirsch-Apfel-Birnen-Zweig?

Vielleicht findet ihr wieder ein passendes Lied zu Beginn eurer Hausandacht?

Vielleicht findet ihr die vorgeschlagenen Lieder auch im Internet und könnt sie dann einspielen?

        

Und noch etwas

Ihr seid frei, für euch zu entscheiden, was ihr von diesen Anregungen zur Vorarbeit verwirklichen wollt. Schön ist es sicher auch, wenn in Familien jedes Familienmitglied eine Aufgabe zur Vorbereitung übernimmt. (Musik aus dem Internet ziehen, Kreuz basteln, für Blumen sorgen…)


Auch alle Texte hier sind nur Anregungen. Ihr könnt sie nutzen, auch frei ergänzen. Ihr spürt selber, was euch gut tut oder was weggelassen werden kann.

Alle Lieder (Eingangsmusik) könnten auch vorher im Internet ausgewählt und dann eingespielt werden.

Empfehlung: Wer die Andacht anleiten will, lese sich vorher in Ruhe das Ablaufblatt durch, damit ihr alles habt, was ihr dann braucht.

Ablauf der „Hausandacht mit und ohne Familien“ z u Ostern 2020

Einer: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes

           und des Heiligen Geistes. Amen

                                Kerze wird entzündet

Alle: Unsere Hilfe steht im Namen Gottes,

         der Himmel und Erde gemacht hat.

zu Beginn

Der Herr ist auferstanden…. Und, wie geht es weiter? Das haben wir doch jedes Jahr in den Kirchen geübt J mehrfach! Also, wie geht das?

Der Herr ist auferstanden…   Er ist wahrhaftig auferstanden, Sehr kleingedruckt für alle, die es vergessen haben    Halleluja.

Also, jetzt noch mal ganz klar und alle zusammen: Der Herr ist auferstanden…..

So haben sich Christen zu ihren Ostergottesdiensten gleich zu Beginn begrüßt.

Mal laut, mal auch sehr leise oder auch unsicher fragend. Ich denke an unsere Ostermorgenfeiern der letzten Jahre zurück, wenn Menschen noch vor Sonnenaufgang in die stockdunklen Kirchen kamen, flüsternd sich einen Platz gesucht haben, nicht wissend, wer da neben einem sitzt… Und dann wurde die Osterkerze in die noch dunkle Kirche hinein getragen, hinein in die Stille und Dunkelheit, nur das eine Licht und der Gesang: Christus Licht der Welt, Gott sei ewig Dank. Wer das schon mal miterlebt hat weiß, dass sich das frühe Aufstehen lohnt!

In diesem Jahr wollten wir uns dazu in Wechmar treffen. Leider geht das nicht.

Seit Tagen suchen wir nach möglichen Alternativen für Gottesdienste – und auf den verschiedenen Kanälen gibt es auch sehr verschiede Angebote.

Das ersetzt freilich nicht diese gemeinsamen Feiern in der Kirche.

Und doch, sich jetzt vorzustellen, dass in vielen Häusern diese Andacht gelesen und gefeiert wird, das finde ich großartig.

So lesen wir nun gemeinsam das Bibelwort, das über den Ostertagen steht:

Christus spricht:

Ich bin der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit. Ich habe die Macht über den Tod und sein Reich.(Offenbarung 1,18 nach der Übertragung der guten Nachricht)

Wir beten:

Gebet: Ewiger Gott, wir danken dir, dass wir jetzt hier in dieser Andacht miteinander verbunden sind. Seit dem ersten Ostern weiß die Welt: Du überlässt uns nicht dem Tod, sondern richtest ganz neu auf zum Leben. Das hast du bei Jesus gezeigt und alle Welt wissen lassen. Wir sitzen nun hier zusammen und suchen nach diesem Ostergeheimnis. Komm du jetzt in unsere Mitte und stärke und mit deiner Kraft. Amen

Hier wäre dieses Lied im Internet zu finden mit Vorspiel… Vielleicht kann das jemand raussuchen? Ansonsten, lest miteinander diesen Text.

Lied

EG 98 Korn, das in die Erde

1) Korn das in die Erde in den Tod versinkt, Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt-

Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: Liebe wächst wie Weizen und der Halm ist grün.

2) Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, wälzte ihren Felsen vor der leibe Grab.

Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn? Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

3) Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –

hinging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

Jetzt könnt ihr eine der vielen Ostererzählungen miteinander lesen, vielleicht wieder in verteilten Rollen? Wir brauchen einen Erzähler/ und 1oder 2 Sprecher für die Frauen/Engel

Erzählung nach Markus 16,1-8

Der jüdische Feiertag war vorbei. Jetzt, nach dem Sabbat trafen sich drei Frauen ganz früh am Morgen. Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter des Jakobus, sie hatten sich verabredet, um kostbare Salben und Tücher zu kaufen. Damit wollten sie den toten Körper liebevoll pflegen und ihrem Jesus damit die letzte Ehre erweisen.

Unterwegs fragten sich sie noch:

„Wer wird uns den großen schweren Stein vom Grab wegwälzen.

Das kriegen wir doch allein nicht hin. Der ist doch viel zu schwer für uns.“

Trotzdem gingen sie weiter. Sie würden schon sehen, wie sie Hilfe bekommen. Was sollten sie sonst auch tun? Aber als sie am Grab angekommen waren, trauten sie ihren Augen kaum:

„Das gibt es doch nicht. Was ist denn hier passiert? Der große Stein vor dem Grab ist zur Seite geschoben worden, irgendwie! Was ist hier passiert?“

Die Frauen waren ganz aufgeregt. Sie gingen in die Grabeshöhle hinein und fanden den Platz, dort wo sie Jesus hingelegt hatten. Aber was war das? Wie erstarrt blieben sie stehen. Sie wussten gar nicht, was sie vor lauter Schreck tun sollten. Vor ihnen saß ein Engel, genau dort, wo der tote Körper von Jesus gelegen hatte. Der Engel saß da in ein weißes Gewand

gekleidet und sprach:

Ihr müsst euch nicht fürchten. Ich weiß, ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde.

Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.

Geht hin zu seinen Jüngern und zu Petrus und sagt ihnen: Jesus lebt! Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen.

Die Frauen waren immer noch wie versteinert. Sie starrten auf den Engel. Sie hörten seine Worte, aber sie konnten nichts verstehen. Sie wussten auch nicht, was sie sagen sollten. Ich stelle mir vor, wie sie aus der Grabeshöhle heraus stolperten und rannten, was sie konnten. Denn Angst hatte sie ergriffen. Das war zu viel. Wer sollte ihnen das glauben, was sie hier erlebt hatten?

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Nach der Erzählung

Hier endet die erste älteste Oster-Erzählung, wie sie uns das Markusevangelium erzählt.

Fällt euch auf? Da ist kein Jubel, da ist kein Lobgesang!

Da war wohl eher erst einmal Staunen und Fragen. Und die Frauen rannten weg!

Haben sie in diesem ersten Schreck überhaupt gehört, was der Engel ihnen aufgetragen hatte? Habt ihr es euch gemerkt, was sie tun sollten? …. (gemeinsam überlegen J )

Also, ich kann die Frauen gut verstehen. Ich wäre vermutlich auch vor Schreck weggerannt, wenn ich da so unverhofft einen Engel gesehen hätte. Und außerdem, unserer Erfahrung ist doch, wenn tot, dann tot. Tod ist doch endgültig. Das beweinen wir doch an den Gräbern unserer Lieben. Und jetzt heißt es in der Botschaft der Engel: Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.   Gibt es das Leben nach dem Tod, gibt es Auferstehung?

Vermutlich stehen wir alle eher zögernd vor dem großen Geheimnis des Ostertages und

Üben, gemeinsam zu sprechen: Der Herr ist auferstanden...      Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja.

Wir sagen uns diese Worte zu, aber es bleibt ein Geheimnis – das österliche Wunder.
Gott schafft das Leben neu, unvorstellbar neu.
Wenn es denn schon so unerklärbar bleibt, eines weiß ich trotzdem, denn, das spüre ich gerade in diesen Tagen: Es lebt sich leichter mit dieser Hoffnung, dass für Gott dieses „Wunder des neuen Lebens“ möglich ist. Wir leben aus Gottes Schöpferkraft. Wir atmen Gottes Schöpferkraft jeden Tag neu.
In den letzten Tagen konnte niemand von uns „einfach so weiter machen“. Wir waren herausgefordert nach neuen „Lebensmöglichkeiten zu suchen“, mitten in aller Beschränkung. Und doch: Wer neben all den schwierigen Nachrichten um uns herum aufmerksam bleibt, der kann „auferstandene Lebenskräfte“ schon entdecken. Auferstehung, ich glaube, das ist nicht etwas für mich erst, wenn ich gestorben bin. Gott schenkt „auf-er-stehen“ jetzt schon, mitten in diesem Leben und gerade jetzt, wo so viel Angst und Sorgen uns beherrschen wollen. Genau da hinein will ich Gottes wirkende Schöpferkraft hinein „atmen“. Ja, atmet jetzt mal durch! Und ruhig noch mal J Mit euch verbunden bleibt, eure Pastorin Anette Denner  

Hier ist eine Internetseite, auf der einige Osterlieder sind unter der Überschrift:

„Jesus lebt Halleluja“. Vielleicht wollt/könnt ihr euch davon eines jetzt einspielen?

Lieder

Ich mag ja dieses, dass ich im Internet leider nicht gefunden habe. Wir haben es jedes Jahr mit unserem kleinen Kirchspielchor gesungen. Wer mag, kann es jetzt lesen

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   Ref.: : Jesus lebt, Halleluja, Jesus lebt, Halleluja. Jesus lebt, preist den Herrn!
           Ich hab Freude im Herzen, weil er lebt.

1) Warum suchst du Jesus heute unter den Toten?

   „Er ist auferstanden“, rufen Gottes Boten.

2) Hunderte von Zeugen haben ihn gesehen,

   doch das gröss´re Zeugnis ist in mir geschehen.

3) Er, der Auferstandne, hat mich überwunden.

   Er erneuert alles, lässt mich ganz gesunden.

Oder dieses, für die Älteren besser bekannt, aus unserem Gesangbuch?

Und wie immer, wer mit der Melodie allein nicht so klarkommt, diese Lieder lassen sich auch gut, lesend, entdecken.

EG 100 Wir wollen alle fröhlich sein

1) Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit; denn unser Heil hat Gott bereit.

     Halleluja.... Gelobt sei Christus Marien Sohn.

2) Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist, dem sei Lob Ehr zu

   aller Frist. Halleluja.... Gelobt sei Christus Marien Sohn.

3) Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst

 vom ewigen Tod. Halleluja.... Gelobt sei Christus Marien Sohn.

4) Es singt der ganze Erdenkreis dem Gottessohne Lob und Preis, 

   der uns erkauft das Paradeis. Halleluja….Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

5) Des freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit von nun an

   bis in Ewigkeit. Halleluja….Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Gebet         Zur Freien Ergänzung

Gott, ich will dir danken…

Gott ist bitte dich jetzt

Gott, ich bitte dich für

                   oder/und zum Lesen

Gott, hab Dank, dass wir hier gemeinsam nach der befreienden Osterbotschaft suchen können. Jedes Jahr erleben wir diese Ostertage, diesmal aber noch mal ganz anders.

Umso mehr unsere Bitte jetzt: Hilf uns auferstehen in dieser Corona Krise. Hilf mit, dass Politiker gute Entscheidungen treffen. Hilf mit, dass alle Menschen weiterhin helfen, dass die Ausbreitung des Virus weiter eingeschränkt werden kann.

Hilf, dass wir uns immer wieder neu daran erinnern, dass deine Auferstehungskraft weiter reicht, als wir nur ahnen können. Aus dieser Osterhoffnung lass uns leben, geduldig sein und werden, rücksichtsvoll und tolerant und vergib, wo das uns noch nicht gelingt. Richte du uns immer wieder neu auf durch Jesus, deinem Sohn unseren auferstanden Herrn.

Mit seinen Worten beten wir:

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Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Segen

Guter Gott, segne und behüte uns. Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig

Gott, erhebe dein Angesicht auf uns und schenke uns und deiner Welt deinen Frieden. Amen

Kerze löschen

 

Und noch was - Für Kinder (oder auch für Erwachsen? ) Ihr findet hier drei verschiedene Osterbotschaften.

Wie wäre es, wenn ihr euch davon Textabschnitte auswählt, auf ein „Papier-Osterei“ schreibt und dann für Menschen in euerm Heimatort zum finden „versteckt“ ? Also, nicht alles J Aber etwas aus dieser Textsammlung…

Wenn wir in diesem Jahr schon nicht zusammen Ostereier-Suchen nach einem schönen Familiengottesdienst erleben können, dann könnte unser „vereinzeltes“ Ostereier-Verstecken für andere Menschen doch etwas ganz besonderes sein! Viel Freude dabei für Jung und „Älter“ J

Der Herr ist auferstanden.

Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja

         Das Leben siegt durch Gottes Kraft.

Lasst uns auferstehen trotz unserer Enge.

Lasst uns aufwachen aus Trägheit und Resignation.

         Das Leben siegt durch Gottes Kraft.

Hoffnung und Zuversicht soll unser Leben erfüllen.

Angst und Verzagtheit dürfen nicht mehr über uns herrschen.

         Das Leben siegt durch Gottes Kraft.

Lasst uns entdecken, wie Gott das Leben neu schafft.

Lasst uns aufsehen zum Leben, das Gott neu schenkt.

Der Herr ist auferstanden.

Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja

Seit dem ersten Ostern bezeugen Menschen:

Der Tod hat nicht das letzte Wort. Gottes Kraft weckt auf.

Gott schenkt Leben neu. Darum bitten wir dich jetzt Gott. Amen

         Wie das Küken

   aus dem Ei gekrochen,

         so hat Christus

des Todes Macht gebrochen.