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Hausandacht Gründonnerstag

 

Vor der „Hausandacht mit und ohne Familien“ am Gründonnerstag 9.4.2020

                                   

Vorwort

Eine Hausandacht – das wäre wohl ganz im Sinne von Martin Luther. J Nun zwingt uns dieser Corona Virus dazu, dass wir andere Möglichkeiten nutzen, um als Christen gerade in diesen Zeiten Gottesdienst zu feiern. Also, ihr seid eingeladen, euch zu Hause in der Familie, als Ehepaar oder auch allein diese „Hausandacht am Sonntag“ einzurichten – entweder zur Gottesdienstzeit am Vormittag oder auch ganz anders – ihr könnt da für euch frei entscheiden.

Vorbereitung

Habt ihr eine Kerze bereit und Streichhölzer?

Habt ihr ein Kreuz, dass ihr euch aufstellen oder hinlegen könnt?

Wenn nicht, dann bastelt eines aus Pappe, malt auf Papier, legt es aus Holz… da überlegt vorher, wie ihr euch euren Altar  gestalten wollt.

Und wie sieht es mit einem Glockengeläut aus?

Manche haben eine kleine Glocke zu Hause, vielleicht lässt sich auch eine aus einem Blumentopf basteln? Vielleicht hat jemand sogar eine Klangschale? Also, ein schönes Glas, leicht angeschlagen, würde zur Not auch gehen

Sicher habt ihr auch irgendwo eine Blume, ein Zweig vom letzten Spaziergang?

Vielleicht könnte auch ein passendes Lied von einer CD am Beginn stehen?

Vielleicht findet ihr die vorgeschlagenen Lieder auch im Internet und könnt sie dann einspielen?

         Heute wäre es schön,

wenn noch Weintrauben oder Traubensaft und Brot dabei sein kann… ihr wisst ja,

Jesus feiert mich seinen Jüngern am Gründonnerstag das erste Abendmahl mit seinen

besonderen Worten, die wir bis heute sprechen…

Und noch etwas

Ihr seid frei, für euch zu entscheiden, was ihr von diesen Anregungen zur Vorarbeit verwirklichen wollt. Schön ist es sicher auch, wenn in Familien jedes Familienmitglied eine Aufgabe zur Vorbereitung übernimmt. (Musik aus dem Internet ziehen, Kreuz basteln, für Blumen sorgen…)

Auch alle Texte hier sind nur Anregungen. Ihr könnt sie nutzen, auch frei ergänzen. Ihr spürt selber, was euch gut tut oder was weggelassen werden kann.

Alle Lieder (Eingangsmusik) könnten auch vorher im Internet ausgewählt und dann eingespielt werden.

Empfehlung: Wer die Andacht anleiten will, lese sich vorher in Ruhe das nächste Ablaufblatt durch, damit ihr besser auf die Abfolge vorbereitet seid.

Und dann kann es los gehen 


Ablauf der „Hausandacht mit und ohne Familien“ am Gründonnerstag 9.4.2020

Einer: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes

           und des Heiligen Geistes. Amen

                                Kerze wird entzündet

Alle: Unsere Hilfe steht im Namen Gottes,

         der Himmel und Erde gemacht hat.

Gebet

Gott, heute sind wir mitten in der Woche hier zusammen. Es ist Gründonnerstag. Wir denken daran, dass Jesus mit seinen Jüngern an einen Tisch gesetzt hat. Sie wollten zusammen das Passahfest feiern. Und dann wird es ein ganz anderes „Festmahl“.

Dank, dass wir heute wieder diese kleine Andacht hier zu Hause feiern dürfen. Es ist schön zu wissen, wie viele diese Vorlage nutzen. So sind wir eine besondere Gemeinschaft, im Glauben verbunden, trotz allem. Hab Dank dafür. Segne nun unser Miteinander. Amen

Jetzt könnte ein Lied kommen, selber gesungen oder auch nur gelesen?

Vielleicht findet ihr die Melodie des Liedes im Internet? Ein anderes Lied von CD eingespielt, ist auch gut möglich.

 

EG 224 1-3   Du hast zu deinem Abendmahl als Gäste uns geladen

1) Du hast zu deinem Abendmahl als Gäste uns geladen. Nun stehn wir, Herr in deinem Saal mühselig und beladen. Wir tragen unser Wege Leid, viel Sorgen, Schuld und Schmerzen. Ob reich, ob arm, dich irrt kein Kleid, du weist die Not der Herzen.

2) Ach, Herr, vor dir ist keiner reich und keiner los und ledig; spricht einer hier dem andern gleich: Gott sei mir Sünder gnädig! Du aber ludest uns zu dir, den Hunger uns zu stillen, willst uns aus lauter Liebe hier die leeren Hände füllen.

3) Nun, segne, Herr, uns Brot und Wein, deins Tisches edle Gaben! Du selbst willst gegenwärtig sein und wunderbar uns laben. Gib über Bitten und Verstehn, wie du versprachst zu geben! In dem, was unsre Augen sehn, gib dich uns selbst zum Leben!

Im Bibelwort zum Gründonnerstag heißt es:

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Gott. Ps.111,4

Mein Vorschlag, bleibt mal noch bei diesem Vers. Das ist ja etwas kompliziert formuliert, finde ich J Umso größer die Herausforderung mal zu überlegen, was damit gemeint ist!

Versucht es ruhig einmal, bevor ihr eine alternative Übertragung „Die gute Nachricht“ lest.

Für euch extra kleingedruckt J

Er hat selbst dafür gesorgt, dass seine Wunder nicht vergessen werden. Voll Güte und Erbarmen ist der Herr!

Und, ich finde auch diese Worte immer noch herausfordernd genug, sich selber zu fragen, was mir damit gesagt werden will. Nach eigenen Worten suchen, selbst, wenn es dabei stolpert… das ist ein lohnender Weg!!

3

Jetzt könnt ihr nachlesen, wie es im Evangelium aufgeschrieben ist bei Matthäus,

Kapitel 26, 17-30   aus der eigenen Bibel oder hier die Übersetzung der „Basisbibel“

Vielleicht teilt ihr euch den Text auf in: Sprecher der wörtliche Rede und Erzähler?

Vorbereitungen zum Passamahl

Es war der erste Tag vom Fest der Ungesäuerten Brote. Da kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo sollen wir das Passamahl für dich vorbereiten?«

Jesus antwortete: »Geht in die Stadt zu dem und dem Mann – richtet ihm aus: ›Der Lehrer lässt dir sagen: Die Zeit, die Gott für mich bestimmt hat, ist da. Ich will bei dir das Passamahl feiern zusammen mit meinen Jüngern.‹«

Die Jünger machten alles so, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Und sie bereiteten das Passamahl vor.

Jesus feiert mit seinen zwölf Jüngern das Passamahl

Als es Abend geworden war, ließ sich Jesus mit den zwölf Jüngern zum Essen nieder.

Während sie aßen, sagte er zu ihnen: »Amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.« Die Jünger waren tief betroffen. Jeder einzelne von ihnen fragte Jesus: »Doch nicht etwa ich, Herr?« Jesus antwortete: »Der sein Brot mit mir in die Schale taucht, der wird mich verraten. Der Menschensohn muss sterben. So ist es in den Heiligen Schriften angekündigt. Wie schrecklich für den Menschen, der den Menschensohn verrät. Er wäre besser nie geboren worden!«

Da sagte Judas, der ihn verraten wollte, zu Jesus: »Doch nicht etwa ich, RabbiJesus antwortete: »Du sagst es!«

Beim Essen nahm Jesus ein Brot. Er lobte Gott und dankte ihm dafür. Dann brach er das Brot in Stücke und gab es seinen Jüngern. Er sagte: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.«

Dann nahm er den Becher. Er sprach das Dankgebet und gab ihn seinen Jüngern. Er sagte:»Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt. Mein Blut wird für die vielen vergossen werden zur Vergebung ihrer Schuld. Das sage ich euch: Ich werde von jetzt ab keinen Wein mehr trinken. Erst an dem Tag werde ich mit euch neu davon trinken, wenn mein Vater sein Reich vollendet hat.«

Jesus und seine Jünger sangen die Dankpsalmen. Dann gingen sie hinaus zum Ölberg.

Oder ihr schaut euch das Bild an und tragt gemeinsam zusammen, was ihr seht.

Überlegt, was Jesus gerade sagt.

Was denken die Jünger und Jüngerinnen gerade?

Was würdest du Jesus fragen?

Lied: Wenn das Brot, das wir teilen     

1. Wenn das Brot das wir teilen als Rose blüht

   und das Wort das wir sprechen als Lied erklingt:

Ref.:   dann hat Gott unter uns schon ein Haus gebaut

         dann wohnt er schon in unserer Welt.

         Ja dann schauen wir heut schon sein Angesicht

         in der Liebe die alles umfängt, in der Liebe die alles umfängt.

        

2. Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt

   und die Not, die wir lindern zur Freude wird, … Refr.

3. Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält

     und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,… Refr.

4. Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt

   und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird, …Refr.

5. Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist

   und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt, … Refr

Gebet

Gott, wir sind jetzt deine Gäste. Du hast uns eingeladen, und wir haben uns einladen lassen. Uns alle hast Du eingeladen als Deine Gemeinde:

uns - die Glaubenden und Zuversichtlichen,

uns - die Zweifelnden und Fragenden,

uns - die Fröhlichen und Zufriedenen,

uns - die Traurigen und Müden.

Du machst uns Mut, so zu Dir zu kommen, wie wir sind.

Öffne unsere Herzen, dass wir deine Nähe spüren, wenn wir nun Brot und Saft (Trauben) miteinander teilen. Das bitten wir durch Jesus Christus deinen Sohn unsern Herrn. Amen.

Jetzt könntet ihr essen und trinken, was ihr vorbereitet habt, ganz bewusst in der Stille, oder auch mit einem Lied eingespielt von CD ? Passend wäre jetzt dazu auch ein Taize´Lied

Gedanken von eurer Pastorin:

         Ja, ich gestehe, heute vermisse ich euch und unsere Gemeinschaft besonders.

Ich merke, wie kostbar es ist, sich an einem Tisch zu versammeln.

Ich denke zurück an Abendmahlsfeiern in unseren Kirchen.

Ich erinnere mich besonders an das Tischabendmahl am Gründonnerstag, wie wir es

viele Jahre im Pfarrhaus Seebergen feiern konnten. Das geht nun in diesem Jahr nicht.

Mag sein, dass dann im nächsten Jahr unser Bedürfnis noch größer sein wird, diesen

Tag gemeinsam zu begehen, zusammen an einem Tisch. Ich freu mich schon drauf!

Heute, jetzt sind es viele Tische, an die wir uns versammeln können, Gott sei Dank!

Das können wir. Lasst uns also in Gedanken miteinander verbunden sein.

Das wichtigste ist ja, glauben zu können, dass Jesus in Brot und Wein/in Saft oder

Trauben heute mitten unter uns sein kann und will.

Als Getaufte sind und gehören wir untrennbar zu ihm, unseren Herrn, Jesus Christus.

Amen

5

Hier könnte das Glaubensbekenntnis oder Psalm 23 gesprochen werden   (muss aber nicht)

EG 228 Er ist das Brot

1) Er ist das Brot, er ist der Wein, steht auf, ihr wisst, der Weg ist weit. Es schütze euch der Herr, er wird von Angst befrein, es schütze euch der Herr, er wird von Angst befrein.

2) Er ist das Brot, er ist der Wein, kommt, schmeckt und seht, die Not ist groß.

Es stärke euch der Herr, er wird euch Schuld verzeihn, es stärke euch der Herr, er wird euch Schuld verzeihn.

3) Er ist das Brot, er ist der Wein, steht auf und geht, die Hoffnung wächst. Es segne euch der Herr, er lässt euch nicht allein, es segne euch der Herr, er lässt euch nicht allein.

Gebet         Zur Freien Ergänzung

Gott, ich will dir danken…

Gott ist bitte dich jetzt

Gott, ich bitte dich für

                   oder/und zum Lesen

Gott, im gemeinsamen Essen und Trinken haben wir uns jetzt an deinen Bund erinnert. Wir danken dir für diese besondere Gemeinschaft hier, im denken an alle, die sich heute auch so zu Hause an ihren „Abendmahls-Tisch“ setzen. Dieses Brot ist uns Wegzehrung. Es hilft uns, Schweres durchzustehen. Aus dem Becher der Erlösung haben wir getrunken und so einen Vorgeschmack auf das noch ausstehende Festmahl bei dir bekommen. Wir danken dir, Gott, für die Stärkung und den hoffnungsvollen Ausblick, den du möglich machst.

Bitte hilf, dass wir den morgigen Karfreitag nutzen, um das Sterben Jesus für uns zu Bedenken. Segne alle, die jetzt dem Tod nahe sind uns lass sie deine Auferstehungskraft erfahren. Gott, lass uns alle immer wieder auch in diesem Leben aufstehen und Wege neu ins Leben finden.

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Segen

Guter Gott, segne und behüte uns. Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig

Gott, erhebe dein Angesicht auf uns und schenke uns und deiner Welt deinen Frieden. Amen

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