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Willkommen im Kirchengemeindeverband Seebergen

Unsere Jahreslosung für 2017:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26 (E)

Liebe Leserinnen und Leser,
wer einen Garten hat spürt noch mal mehr: Nun neigt sich dieses Jahr dem Ende entgegen. Viele Früchte sind schon geerntet – beim Erntedankfest haben wir gesehen, was uns in diesem Jahr zugewachsen ist. Mag sein, dass wir nun noch mal einen „goldenen Herbst“ erleben dürfen, ein „Aufbäumen des Lichts“ bevor uns die dunklen Tage einhüllen. Jedes Jahr dürfen wir dieses Schauspiel der Natur erleben: Die ersten Knospen, dann das Blühen und später sehen, wie sich Früchte bilden die weiter wachsen und reifen. Und dann schließlich ernten dürfen, das Beet räumen, um dann die Zeit der Winterpause zu durchleben. Wohl dem, der diesen Kreislauf der Natur bewußt wahrnimmt und nicht einfach daran vorbei lebt. Schließlich gilt dieser Weg ja auch für das eigene Leben. Wo stehe ich da jetzt? Alles hat seine Zeit – weiß die Bibel zu sagen. Demnach müssen wir nicht dem Nachtrauern, was nicht mehr ist, sondern können versuchen, die Gegenwart ganz bewußt zu erleben. Wenn das nur so leicht wäre! Alles hat seine Zeit – der Kopf sagt „ja“, aber das Herz kommt nicht hinterher. Immerhin, wir dürfen Zeit erleben und gestalten. Mag sein, dass wir noch zu wenig anhalten, um den Augenblick bewußt zu erleben. Allerdings: So gelingt es, die Zeit etwas auszutricksen. Anhalten, wo immer wir auch die Gelegenheit dazu haben. Und dann mutig weiter gehen, hoffentlich voller Vertrauen, dass es gut wird. In einem Text von Marianne Haas heißt es:

Wege gehen

Ich gehe meinen Weg vertrauend darauf,
dass es kein Irrweg, sondern ein Heimweg ist.
Ich gehe meinen Weg, vertrauend darauf,
dass er mich nicht an ein Ende,
sondern an das Ziel führt.
Ich gehe meinen Weg vertrauend darauf,
dass, wenn ich gefragt werde, wohin ich gehe,
antworten kann: Immer nach Haus.
Manchmal fällt aus heiterem Himmel ein kleines Glück auf deinen Weg.
Du schaust es an und spürst: Nicht das, was du festhalten kannst, ist das wahre Geschenk,
sondern der Augenblick, in dem du staunen konntest und dich freuen, wie ein Kind.

Möge es immer wieder gelingen, dass wir unseren Alltag heilsam unterbrechen, um uns das Geschenk zu leben wieder bewusst zu machen. Meist sind ja eher die Sorgen und Fragen so bedrängend, dass die Dankbarkeit zu kurz kommt. Umso lohnender, sich da immer mal wieder „zurecht zu rücken“. Auf gute Wege und Wegstationen mit Ihnen freut sich, Ihre Pastorin

Das wünscht Ihnen, Ihre Pastorin

Anette Denner