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Willkommen im Kirchengemeindeverband Seebergen

Unsere Jahreslosung für 2017:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26 (E)

Liebe Leserinnen und Leser,

wußten Sie schon, dass am 1.Advent auch ein „Jahreswechsel“ stattfindet? Im Religionsunterricht oder bei den Konfirmanden erinnern wir daran, dass nach dem Ewigkeitssonntag, dem „letzten Sonntag im Kirchenjahr“, am 1.Advent ein neues Kirchenjahr beginnt. Freilich, die neue Jahreszahl bekommen wir dann erst in der Nacht von Silvester zum Neujahr. Dieser Jahreswechsel wird mit Sekt und Raketen begangen und dann steht die neue Zahl im Kalender.

Das Kirchenjahr beginnt da eher sehr leise, der erste Advent als Vorbereitungszeit für Weihnachten, der Geburt Jesu, mit dem ein ganz neues Licht in diese dunkle Welt kommt. Da liegt so viel Hoffnung in diesem neugeborenen Kind, dessen Geburt Menschen schon seit über 2000 Jahren feiern. Hat sich die Welt seitdem verändert?

Ich muß in diesem Kalenderjahr immer noch an einige schmerzliche Trauerfeiern zurück denken. Am Ende des letzten Kirchenjahres haben wir mit den Familien noch einmal Kerzen entzündet und damit der Schwere des Todes ein Licht vorgehalten.

Doch, seit der Geburt dieses Kindes ist diese Welt nicht ihrer Dunkelheit überlassen. Gott selbst ist mittendrin, überall dort, wo Menschen auf der Suche nach gelingendem Leben sind. Nicht nur aus eigener Kraft, sondern von der Kraft der Liebe getragen, gehalten, geführt…

Freilich, wer gerade sehr am Kämpfen und Suchen ist, der weiß: Es braucht viel Kraft. Oft scheint der Kampf unfair, ein Gewinnen unrealistisch, das Ziel unerreichbar… Genau da hinein will das Licht aus der ewigen Welt Gottes scheinen, uns aufrichten, neu auf die Beine stellen, damit wir losgehen können auch in unüberschaubare Zeiten hinein. Ich habe ein schönes Gebet gefunden, dass wir vielleicht mit einem Lächeln im Gesicht lesen können, als Ermutigung für alles, was da Neues auf uns zukommt.

             Lieber Gott, sage dem Engel an der Pforte des Alten,

               er möge mich gehen lassen und mich ermutigen, auch wenn ich zögere.

               Lieber Gott, sage dem Engel an der Pforte des Neuen,

             er möge mich erwarten und nicht weggehen, auch wenn ich etwas länger brauche.

             Und, lieber Gott, sage dem Engel des Überganges,

               er möge mich segnen, wenn ich losgehe, er möge mich halten, wenn ich stehen bleibe,

             er möge mich trösten, wenn ich stolpere

             und mich begrüßen, wenn ich ankomme. Dass ich lache, wenn ich da bin.

Da schwingt so viel Leichtigkeit mit, an die ich mich gern anlehnen möchte. Mag sein, dass so das Schwierige nicht noch schwieriger wird sondern getragen von einer Kraft, die nicht aus mir selber kommt. Vielleicht suchen Sie sich eine Zeile aus diesen Versen aus und nehmen sie mit in das neue Jahr hinein. Gern mit Ihnen unterwegs ist Ihre Pastorin

 

Anette Denner