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Willkommen im Kirchengemeindeverband Seebergen

Unsere Jahreslosung für 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24 (L=E)

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Titelbild

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sommerpause ist vorüber. Viele haben im Urlaub Kraft getankt und die Corona -Pandemie und ihre Folgen für unser Zusammenleben vielleicht etwas verdrängen oder vergessen können. Die nächsten Monate liegen vor uns. Die Schule hat wieder begonnen. Die Ernte auf den Feldern ist schon zu einem großen Teil eingebracht. Der Herbst liegt vor uns und die kirchlichen Feste Erntedank, Reformationstag, Martinstag, Ewigkeitssonntag und 1. Advent. Alle im Lesezeitraum von September bis Ende November. Wie bringt man das in einem „Guten Wort“ eines Gemeindebriefes unter einen Hut?

Beim Thema Ernte erinnerte ich mich an ein Bild, das nun auf dem Titelblatt des Gemeindebriefes abgebildet ist. Ein Holzschnitt des Künstlers Hans Holbein, entstanden im Jahr 1538. Entnommen aus einem Totentanz-Büchlein. Der Tod lädt alle zum Tanz ein. Der Stand spielt keine Rolle. Egal, ob Kaiser, König oder Bettelmann! Arm oder reich. Auch den Bauern, der seine Furchen auf dem Acker zieht und vom Tod begleitet wird. Beide bringen ihre Ernte ein. Geackert, gerackert und geerntet wird immer. Auch gestorben wird immer und es gibt viele Ursachen.

Wesentlich ist hierbei, wieviel Angst und wieviel Sorge wir in diesen naturgemäßen Vorgang investieren. Unseren Ängsten geben wir immer neue Namen. Früher war es die Pest, heute ist es Corona. Früher waren die Ursachen für Krankheiten nicht bekannt, heute können wir mit Hilfe der Wissenschaft die Gefahr erkennen und analysieren. Wir stemmen uns gegen die Endlichkeit unseres Daseins. Aber die Ängste bleiben. Der Tod ist kein Freund.

Zu allen Zeiten aber war das Angebot Gottes vorhanden, uns zu retten aus der Macht des Todes. Ende November denken wir daran am Ewigkeitssonntag. Und es ist ein großer Unterschied im Denken und Fühlen, ob wir „Totensonntag“ oder „Ewigkeitssonntag“ sagen.

Mit Jesus Christus hat uns Gott einen starken Helfer gegen den Tod geschenkt. Und so können wir bereits mitten im Leben einen Lichtblick und einen Durchblick zur Herrlichkeit Gottes haben. Auch in diesem Kirchen-Jahr erinnern wir wieder an das Kommen von Jesus Christus. Die Adventszeit beginnt Ende November. Zu Beginn der Christenheit war es ein besonderes Bekenntnis zu sagen: „Jesus Christus Sohn Gottes mein / unser Retter!“ In diesen Worten schwingen Hoffnung, Vertrauen und Gewissheit mit.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen im Namen der Kollegen der Region

Ihr Pfarrer Bernd Kramer.